Die meisten Bilder
hier kommen von einer Website, wo Kommunismus künstlerisch behandelt
wird (T-Shirts-Performance, www.dekomunizace.cz).
BewohnerInnen von Wien hatten am 29.9.05 eine großartige Möglichkeit,
diese T-Shirts im Tschechischen Zentrum in Wien zu sichten, und zu kaufen,
die KünstlerInnen zu sehen - und auch die großartigen Models
zu bewundern! Österreichische Commies sah ich dort leider nicht -
waren wohl allzu viel dahoam in MaoStalinPol-Pot vertieft....
ANTWORT:
Die o.g. richtige Antwort wurde durch vox populi, durch der
Volksmund des arbeitenden Volkes, in den 90ern in der Tschechischen
Republik formuliert ...
ANTWORT:
Zugegeben, andere Antworten sind vielleicht auch denkbar, jedoch:
dies ist wieder ein gängiger Witz, diese Antwort. Wir im Westen
gehen einkaufen, im Ostblock gingen Menschen nach der Arbeit "organisieren",
"auftreiben", und zwar ganz normale Sachen: mal gab's
keine Zünder, mal kein Klopapier ... also mussten wir noch
Schlange stehen, um eine Rolle vom bürgerlichen Überbleibsel
"Klopapier" zu ergattern (einE echteR KommunistIn verwendet
so was NIE!!! Marx hat NIE etwas über Klopapier geschrieben!!!)
3.
Einige Menschen aus dem Westen sagen
manchmal, dass sich im Ostblockistan (Afghanistan, Irak,
...) nichts gebessert hat. Können solcher Menschen trotzdem
vom aufblühenden Kapitalismus bei unseren exkommunistischen
Nachbarn profitieren?
ANTWORT:
Billiges Bier. Jawohl, es gibt auch hier andere richtige Antworten.
Aber da einer der unausgesprochenen Hauptziele der westlichen Commies
Umsatzsteigerung der Brauereien ist, sollte dies gewürdigt
werden. Ich habe einige Male in Prag mit westlichen VorkämpferInnen
der arbeitenden Klasse gegessen - und es hat ihnen sehr gemundet!
Noch vor 15 Jahren war das Hauptangebot in vielen Restaurants in
Prag zerkochtes fettes Fleisch mit irgendwelchen müden Beilage.
Da hätten sogar PolpotistInnen unter Ihnen protestiert.
4.
Aus welchen gesellschaftlichen Schichten rekrutieren
sich die westeuropäischen Commies?
ANTWORT:
Es sind wirklich eher die Saturierten und Sorglosen. Sie schämen
sich, dass sie es so gut haben und wollen alibihandeln. Die
kommunistische Ideologie gilt für sie immer noch als cool -
bis sie z.B. bei einer Werbeagentur Arbeit finden. Kommunismus dauert
bei diesen Menschen ca. 4-6 Jahre, dann ist es vorbei - aber die
neue posh-rich-kids-generation wartet schon auf ihre Ideologie!
Menschen anderswo sind ihnen eher egal: wir können sie sehen
auf jeder anti-USA Demo, aber das Morden in Bosnien oder in Darfur
usw. war und ist ihnen Blunzen (= Wurst)
5.
Schwierige Frage für Fortgeschrittene:
Vor 1989 gab es keine Obdachlosen in Prag, jetzt schon! Also
was?! Commies sind doch besser!!! Wie haben die
das geschafft???
ANTWORT:
Es ist schlimm, aber wahr: Im Czechoslovistan war es der berüchtigte
§ 203 StrGB: "Schmarotzerei"... "Asoziale"
wurden wirklich einfach eingesperrt. Ich habe Menschen gekannt,
die 15 mal im Knast waren... für ein Paar Monate immer, und
vor jedem Staatsfeiertag mussten sie auch in den Knast, vorbeugend.
Hoffe diese Lösung taugt den Commies unter euch, oder? Euch
droht so ein Schicksal nicht -- aber wenn ihr mal die Weltrevolution
schafft ....
6.
Welcher Artikel der Verfassung wurde im Ostblockistan
unter dem Druck der arbeitenden, demonstrierenden, aber nicht
mehr im Paradies des Proletariats leben wollenden Menschen als
erster gestrichen?
ANTWORT:
Artikel über die "führende Rolle der Commie-Parteien in
der Gesellschaft". Lachen Sie nicht, so war es: die Commies haben
sich selbst überall direkt in der Verfassung verankert. An
dieser Abschaffung sehen wir: Commies sind Menschen mit Rückgrat,
die zur ihren Überzeugung stehen, sie haben dann z.B. auch
Havel ´89fast einstimmigzum Präsidenten
gewählt (in der CSSR wählte den Präsidenten das Parlament)
... und sind dann oft aus der KP ausgetreten, um zu Aktionären
zu werden!!
7.
In welchen Ländern morden und einsperren
noch heute Commies ziemlich ungehemmt? -Mehr-
ANTWORT:
Im Nepal machen sich die maoistischen Guerillas breit; hoffentlich
wird es kein zweites Kambodscha... aus Nordkorea sickern hin und
wieder Nachrichten über (Millionen) Hungertote und fürchterliche
Arbeitslager (Umerziehungslager genannt). Kuba mit Nordkorea sind
momentan die einzigen Länder, wo die commies die absolute
Macht ausüben. Über China lässt es sich das vielleicht
nicht mehr sagen, es gibt zwar Tausende Hinrichtungen im Jahr, aber
es ist nicht das ungehemmte Morden wie in Nepal (schon 10000 tote).
In allen genannten Ländern unter "mehr" waren jedoch
zumindest kurzfristig (Grenada) die Commies mordend unterwegs.
8.
Welche kommunistichen Länder
haben keine Todesstrafe eingeführt?
ANTWORT:
Keine
Es gibt Kapitalismus ohne Todesstrafe, aber es gab nie einen Kommunismus
ohne Todesstrafe. Ironischerweise haben Ende 1989 die Parlamente
der Ostblock-Diktaturen, wo noch ausschließlich die
alten Kämpen der arbeitenden Klasse saßen, die Todesstrafe
abgeschafft. In Rumänien, wo die Agonie des Kommunismus im
Dezember 1989 richtig bestialisch abgelaufen ist, hat die Todesstrafe
sogar noch zwei der Haupttäter, die ChefproletarierInnen Ceaucescu
und seine Frau, erwischt
9.
Mit welchen Waffen haben SchüleR (nix Splitting) im
Ostblock gelernt umzugehen?
ANTWORT:
Die drei Schusswaffen in der angegebenen Reihenfolge, in Rahmen
von "Wehrerziehung" (branná výchova). Es war hoffentlich
nicht überall so. In unserer Klasse (70. Jahre) haben wir mit
Luftdings am Dachboden des Gymnasiums Stellung bezogen, zur scharfen Schießerei
aus der AK-47 (nach den Zahlen der Ermordeten vermutlich die erfolgreichste
Schusswaffe alles Zeiten) sind wir in ein Militärgebiet gefahren.